Erste Konzerne erheben CO2-Ausstoß zum Auswahl-Kriterium für Lieferanten Drucken
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Bei vielen Unternehmen entsteht ein nicht unerheblicher Anteil der gesamten Klima- bzw. CO2-Emissionen in der Lieferkette. Um ihre CO2-Emissionen in der gesamten Produktionskette (indirekte CO2-Emissionen oder „Scope 3-Emissionen“) zu managen und zu reduzieren, besteht für produzierende und Handels-Unternehmen zunehmend der Bedarf an belastbaren CO2-Emissionensdaten ihrer Lieferanten. Das CO2-Management der Zulieferer steigt zu einem Kriterium auf, das neben Preis und Qualität bei der Auswahl der Zulieferer zum Einsatz kommt. Konsequentes CO2-Management wird zum Faktor im Wettbewerb um Kunden und Kapital.

Einige internationale Konzerne denken darüber nach, künftig Lieferanten auch danach zu beurteilen, ob sie sich stark genug um ihre eigenen CO2-Emissionen kümmern. Das geht aus einer Anfang Februar vorgestellten Erhebung der internationalen Investorenallianz Carbon Disclosure Project (CDP) hervor, durchgeführt von der Unternehmensberatung A.T. Kearney. An der Befragung beteiligten sich 44 Konzerne, darunter Schwergewichte wie Google, L’Oréal und Vodafone. Laut CDP überlegen 24 der befragten Unternehmen, künftig keine Aufträge mehr an Firmen zu vergeben, die ihre CO2-Emissionen nicht messen, da ihnen dadurch die Voraussetzungen für ein internes Klima-Management und bessere Klimabilanzen fehlen.

Die Naturschutzorganisation WWF fordert Unternehmen und deren Zulieferer auf, sich absolute Reduktionsziele auch für indirekte Emissionen zu setzen. Nur wenn Unternehmen eine treibende Kraft bei Emissionsreduktionen sind, kann der gefährliche Klimawandel verhindert werden.

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