Benchmarkstudie: Nachhaltigkeitsmanagement - Trends und Best Practices Drucken
In: Forschung & Anwendung
triple innova führte im vierten Quartal 2008 im Auftrag eines Mandanten eine Benchmarkstudie zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) bzw. Nachhaltigkeitsmanagement durch.

Die Studie mit dem Titel „Nachhaltigkeitsmanagement: Trends und Best Practices“ fasst zunächst den derzeitigen Stand in der Diskussion um die Bedeutung der Nachhaltigkeit für das Management von Unternehmen zusammen. Dabei zeigt sich, dass erfolgreiches Nachhaltigkeitsmanagement kein „Add-on“ zur Unternehmensstrategie ist, sondern der Geschäftserfolg durch die Verknüpfung von Nachhaltigkeit mit dem Kerngeschäft unterstützt wird. Denn durch ein solides Nachhaltigkeitsmanagement erfasst und bündelt ein Unternehmen Risiken und Chancen sowie Anforderungen von internen wie externen Interessengruppen und bringt diese ins Verhältnis zu den unternehmenseigenen Stärken und Schwächen. DIes befähigt ein Unternehmen seine CSR-Aktivitäten auf die wirklich relevanten Themen und Bereiche zu foskussieren.

Aufbauend auf diesem State of the Art im Nachhaltigkeitsmanagement wurden sechs Unternehmen, aus verschiedenen Branchen hinsichtlich ihres nachhaltigkeitsbezogenen Managementansatzes und ihrer CSR-/ Nachhaltigkeitsaktivitäten analysiert. Die aufgrund ihres unterschiedlich stark ausgeprägten CSR-/Nachhaltigkeitsmanagements ausgewählten Unternehmen sind Holcim, Volkswagen, Karmann, EnBW, Deutsche Telekom und Henkel.

Die Untersuchungsebenen umfassten die Bereiche

  • Wesentlichkeit und Reichweite des Nachhaltigkeitsmanagements,
  • Interne Stakeholder und Organisation des Nachhaltigkeitsmanagements sowie
  • Beteiligung von externen Stakeholdern und Einbeziehung der Öffentlichkeit.  
Die Ergebnisse unterstreichen, dass erfolgreiches Nachhaltigkeitsmanagement, ausgehend von wesentlichen Bereichen des Kerngeschäfts, als Prozess schrittweise ergänzt, erweitert, verbessert und an neue Gegebenheiten angepasst wird. Mit fortschreitender Tiefe erfasst das Nachhaltigkeitsmanagement Innovationen und Bereiche, die zu Beginn der Ausrichtung auf Nachhaltigkeit noch nicht als strategische Verantwortungsfelder gesehen wurden. Kurz: Das Nachhaltigkeitsmanagement vertieft die Einbindung der Unternehmen in gesellschaftliche und ökologische Zusammenhänge und erweitert dadurch die Basis für ökonomische Performance.  

Je nach strategischem Stellenwert, wird das Nachhaltigkeitskonzept organisationell auf höherer Managementebene verankert und durch Anwendung von Standards in Prozesse auf verschiedenen Organisationsebenen implementiert. Positiv auf die Wirksamkeit der Managementmaßnahmen und die Beteiligungsintensität der Mitarbeiter(innen) wirkt ein gleichermaßen top down wie bottom up organisierter Kommunikationsprozess.

Die externe Kommunikation richtet sich an relevante unternehmensinterne und -externe Gruppen, und immer auch an die interessierte Öffentlichkeit, worin sich die Bedeutung von Reputation und verantwortungsvollem Handeln insgesamt für Unternehmen zeigt. Verschiedene Stakeholder fungieren als Informationsmultiplikatoren in die Gesellschaft hinein. Zunehmend sind es Nachhaltigkeitsberichte, mit denen Unternehmen Informationen bündeln, gewichten und Informations- und Kommunikationsflüsse steuern. Auch wird die Sicht auf das Unternehmen durch seinen Austausch mit externen Anspruchsgruppen oder das Einholen von Expertenwissen bestimmt; gleichzeitig erweitern Unternehmen dadurch ihre Wissensgrundlagen für zukünftige Entscheidungen.

Die Zusammenarbeit mit verschiedensten Partnern über Kooperationen oder Netzwerke wird zu einem zentralen Bestandteil von Nachhaltigkeitsmanagement. Denn erst sie ermöglicht das Stemmen größerer Herausforderungen, die den Einflussbereich eines einzelnen Unternehmens übersteigen, in ihren Auswirkungen das Unternehmen jedoch direkt betreffen können.

Generell wirken bestimmte übergreifende Themen von globaler Bedeutung als Treiber für die Auseinandersetzung mit dem Themenbereich Nachhaltigkeit. Themen, die von allen untersuchten Unternehmen gleichermaßen stark aufgegriffen wurden, sind der Klimawandel, der demografische Wandel in Kunden- und Mitarbeiterstruktur und die Energieeffizienz.

 
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