Hot Spot-Studien: Die wichtigsten Herausforderungen erkennen Drucken
In: Forschung & Anwendung
 
Die Hot Spot-Systematik wurde dafür konzipiert, die wichtigsten sozialen und umweltbezogenen Probleme von Produkten und Dienstleistungen als „Hot Spots“ zu identifizieren und untereinander zu gewichten.
Gezielt werden dann Handlungsoptionenzu den Hot Spots in einem Maßnahmenkatalog aufgezeigt. Die Methode dient der Unterstützung von Entscheidungsprozessen, die langfristig die Nachhaltigkeit von Produkten und Dienstleistungen herstellen. Zentral steht dabei, dass nicht Nebenschauplätze, sondern die wichtigsten negativen Umweltverbräuche bzw. -einträge und die größten gesellschaftlichen Missstände von der Gewinnung der Rohstoffe bis zum Nutzungsende behoben werden.
2013/2014 führte triple innova für Lebensmittel wie Milch- und Obstprodukte und auch für Non-Food-Produkte Hot Spot-Studien durch.
triple innova unterzog u.a. ausgewählte Textil-Ausgangsstoffe einer Hot Spot-Analyse. Auftraggeber der Studie war das Schweizer Detail- und Grosshandelsunternehmen Coop. Die Studie wurde gemeinsam mit dem Wuppertal Institut durchgeführt.
Je nach Interesse der Auftraggeber wurden unterschiedliche Analyseschwerpunkte gesetzt. Bei einigen Studien lag der Schwerpunkt auf dem Sourcing der Rohstoffe. Um Ansätze zur Optimierung des Sourcings aufzuzeigen, wurden durch detaillierte Literatur-, Internet- und Best Practice-Recherchen alle ökologischen und sozialen Problemlagen herausgearbeitet, die sich in der Komplexität und Vielschichtigkeit globaler Lieferketten verstecken. Im Maßnahmenkatalog wurden Ansatzpunkte geliefert, um an diesen Problemlagen gezielt und wirksam anzusetzen.
Die Hot Spot-Methode wurde von den drei Wuppertaler Institutionen CSCP (Collaboration Centre on Sustainable Consumption and Production), triple innova und dem Wuppertal Institut entwickelt.
 
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