Nanotech-Produkte: Selbstbewertungsinstrument für Chancen- und Risikopotenziale Drucken
In: Forschung & Anwendung
Wer Produkte unter dem Einsatz von Nanotechnologien herstellt, kann jetzt frühzeitig abschätzen, ob produktbezogene Akzeptanzrisiken drohen. Im Rahmen des EU-Projekts ObservatoryNANO entwickelt triple innova das Selbstbewertungsinstrument "NanoMeter" weiter.

Eine Testversion wird Ende des Jahres 2009 im Internet verfügbar sein. Unternehmen im Themenfeld Nanotechnologien sind dann eingeladen, uns durch kritisches Feedback zu unterstützen. Bitte Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Sie uns bei Interesse.

Das NanoMeter leitet Unternehmen dabei an, produktbezogene Risiken (sozial, ethisch, ökonomisch, ökologisch), aber auch weitere Chancen bereits in der Entwicklungsphase zu erkennen und aktiv zu managen. Das Selbstbewertungsinstrument unterstützt Unternehmen intern bei der

  • anwendungsspezifischen Chancen-/Risiken-Analyse
  • Neueinschätzung des bestehenden Wissens durch eine erweiterte, auch ethisch-gesellschaftlich fundierte Perspektive
  • Auswahl und Bewertung wichtiger Themenfelder
  • Identifizierung kritischer Wissenslücken
  • Teilung von Wissen und Wahrnehmung der Mitarbeiter(innen) 

In der Interaktion mit externen Anspruchsgruppen und gesellschaftlichen Akteuren kann das Instrument helfen,

  • eine produktbezogene Abschätzung der gesellschaftlichen Akzeptanz vorzunehmen und
  • den Forderungen nach Transparenz und Verantwortlichkeit zu entsprechen.

Nanotechnologie gilt als eine der zentralen Schlüsseltechnologien unserer Zeit. Während viele Anwendungen von den besonderen Eigenschaften kleinststrukturierter Materialien profitieren (werden), mehren sich in Wissenschaft und Gesellschaft auch die Stimmen der Bedenkenträger(innen). Während die größere (re)aktive Oberfläche von Nanopartikeln für eine Vielzahl technischer Innovationen von Nutzen ist, kann diese Eigenschaft auch toxische Reaktionen und mögliche Gesundheitsgefahren hervorrufen.

Zum ersten Symposium des EU-Projekts ObservatoryNANO kamen am 10. und 11. März 2009, neben Vertreter(inne)n der fünfzehn ObservatoryNANO-Projektpartner aus 10 Ländern, über dreißig weitere Expert(inn)en in Düsseldorf zusammen, um einen Zwischenstand über den bisherigen Projektverlauf zu geben und zu zeigen, wie sich die Diskussionen in verschiedenen Bereichen der Nanotechnologie und -wissenschaft entwickeln. Dabei wurden unter anderem die Chancen und Grenzen des Selbstbewertungstools „NanoMeter“ offen diskutiert: Es hält Analyseebenen und Fragen entlang der Entwicklung und des Einsatzes von Nanoanwendungen und –komponenten bis hin zu Konsum und Entsorgung bereit; gleichzeitig bedeutet das Konzept der Selbstbewertung, dass die Anwender(innen) frei in der Tiefe und Ausführlichkeit der Anwendung sind.

Ziel des EU-geförderten Projekts "ObservatoryNANO" ist es, ein "Europäisches Observatorium“ für Nanotechnologien zu schaffen, das verlässliche, vollständige und verantwortungsvolle wissenschaftlich und wirtschaftlich fundierte Expertenanalysen bereitstellt. Finanziert wird dieses Vorhaben über vier Jahre hinweg mit 4 Millionen Euro, verteilt auf 16 Partner in 10 europäischen Ländern. ObservatoryNANO wird zudem den Dialog mit Entscheidungsträger(inne)n über Chancen und Entwicklungen, abgewogen gegen Risiken und Grenzen, unterstützen. Weitere Projektinformationen finden Sie hier oder auf der Projektseite.

 
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