Nachhaltige Wertschöpfungsketten Drucken

Verantwortung in globalen Wertschöpfungsketten systematisch wahrnehmen und Risiken reduzieren 

Güter und Dienstleistungen werden zunehmend in verschiedenen Ländern und Regionen entworfen, produziert und vertrieben. Hieraus ergeben sich gleichermaßen Herausforderungen und potenzielle Vorteile. Während Lieferantennetzwerke und langfristige Kooperationen für viele Geschäftsmodelle entscheidende Erfolgsfaktoren sind, kann die Vernachlässigung sozialer und ökologischer Herausforderungen Risiken hervorrufen.

Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung erfolgreicher Strategien, die unterschiedliche gesetzliche, gesellschaftliche und kulturelle Gegebenheiten und Erwartungen in globalen Wertschöpfungsketten berücksichtigen und, wenn möglich, produktiv nutzen. Profitieren Sie von unserer Erfahrung aus internationalen Projekten und unserem Partnernetzwerk.


_assess

  • Analyse der Wertschöpfungskette nach Anzahl, regionaler Verteilung und Bedeutung der Zulieferer (z.B. auch im Rahmen einer Lieferantenbewertung)
  • Identifizierung von ökonomischen ökologischen und sozialen Risiken innerhalb und außerhalb des Unternehmens sowie bezogen auf Länder
  • Kenntnis der (erwarteten) Herausforderungen durch Stakeholder-Aktivitäten, kulturelle Normen, Arbeitsbedingungen und politische Situationen oder risikobehaftete Produkte

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  • Ausarbeitung eines eigenen Ansatzes für die nachhaltige Steuerung von Wertschöpfungsketten
  • Definition einer Strategie, Prioritätensetzung und Instrumentenauswahl zur Unterstützung einer nachhaltigen Wertschöpfungskette
  • Entwicklung von Unternehmens- und Zulieferer- Grundsätzen

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  • Stärkung des unternehmensinternen Bewusstseins für die Chancen und Risiken der Produktkette
  • Kommunikation ergriffener Maßnahmen an Zulieferer
  • Verbesserte Außendarstellung, z.B. in Form eines Nachhaltigkeitsberichts, der Nutzung eines Labels oder der Bewerbung um eine Auszeichnung

Lieferantenbewertung

triple innova`s umfassender Beratungsansatz integriert betriebswirtschaftliche Erfahrung, wissenschaftliche Expertise sowie fachliche Umweltkenntnisse. Wir unterstützen unsere Kunden bei der

  • Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten entlang der Wertkette zur Effizienzsteigerung und Risikominimierung
  • Entwicklung von Instrumenten zur Einführung und Überprüfung von Qualitätsrichtlinien wie z.B. Verhaltenskodizes für Lieferanten
  • Aneignung von erforderlichen Kenntnissen über Umwelt- und Sozialaspekte mittels spezieller Trainings für interne & externe Stakeholder

Zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung Ihrer Produktkette hilft es, mehr über den Umgang ihrer Lieferanten mit Umwelt- und Sozialstandards zu erfahren. Unsere Lieferantenbewertungen dienen Ihnen dabei als Instrument, um Ihre Lieferanten anhand internationaler Nachhaltigkeitsindikatoren (GRI-Richtlinien) zu analysieren und zu vergleichen. Die Berichte orientieren sich dabei in Bezug auf Inhalt und Umfang an den individuellen Bedürfnissen Ihres Unternehmens. Die Basisversion sieht die Auswertung öffentlich zugänglicher Daten im Umfang eines Arbeitstages vor. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, z.B. anhand von Lieferanteninterviews die Informationsqualität weiter zu verbessern.

Nachfolgend finden Sie Auszüge einer Lieferantenbewertung und unsere Englisch sprachige Broschüre zum nachhaltigen Wertschöpfungskettenmanagement (supply chain management - SCM) mit vielen praktischen Unternehmensbeispielen.

pdf Download "supplier_assessment_sample" (2006) 0,08 Mb

pdf Download "triple innova SCM-Brochure" (2006) 0,4 Mb

Herausforderungen und Vorteile 

Wertschöpfungsketten sind durch die anhaltenden, internationalen Produktionsverlagerungsprozesse, die eine kosteneffiziente Produktion ermöglichen, immer vielschichtiger geworden. Gleichzeitig werden Unternehmen zusätzliche Verantwortlichkeiten zugeschrieben, wie z.B. für die Handlungen ihrer Vorproduzenten oder für die Entsorgung und Wiederverwertung von Produkten. Die resultierende Herausforderung besteht darin die eigene Wertschöpfungskette auf- und abwärts zu erfassen, um mögliche Risiken zu identifizieren und Chancen zu realisieren.

Einige Risiken entstehen dadurch, dass ökologische und soziale Belange in der Wertschöpfungskette nicht berücksichtigt werden. Anspruchsvollere Umwelt-gesetzgebung, beispielsweise Energiesteuern, der europäische CO2-Emissionszertifikatehandel oder die EU-Altautodirektive, übt finanziellen Druck auf Hersteller und Händler aus, negative Umwelteinwirkungen zu reduzieren. Von noch größerer Bedeutung sind die Risiken für den Wert einer Marke, der größtenteils aus Konsumentenpräferenzen resultiert. Nike, um nur ein Beispiel zu nennen, hatte durch Berichte über Verletzungen elementarer Arbeitsnormen in Zulieferbetrieben massiv an Verbrauchervertrauen verloren. Obwohl diese Missstände nicht innerhalb der Unternehmensgrenzen und damit im direkten Verantwortungsbereich des Unternehmens liegen, wird ihm die Verantwortung dafür zugeschrieben. Nichtregierungsorganisation legen ihre Aufmerksamkeit bewusst auf die Produktionsbedingungen in der Kette, während Konsumenten und potentielle Investoren verstärkt soziale und ökologische Kriterien in ihre Kaufentscheidungen einbeziehen.

Durch gutes Wertschöpfungskettenmanagement kann ein Unternehmen ebenso Anerkennung für sich und die eigene Marke erlangen, die Beziehungen zu Lieferanten verbessern oder ressourceneffizienter produzieren. Lieferanten spielen eine zentrale Rolle dabei, auf die steigende Nachfrage nach nachhaltig produzierten Gütern und Dienstleistungen zu reagieren. Veränderungen der Organisationsstruktur hin zu einer stärkeren Kooperation mit Lieferanten bieten zahlreiche Vorteile: langfristige Partner werden Sozial- und Umweltstandards leichter und günstiger erfüllen oder können zu möglichen Partnern in Forschung und Entwicklung werden.

Wertschöpfungsketten sind sowohl sektor-, als auch unternehmensspezifisch und verlangen daher individuelle Ansätze. Trotzdem lassen sich einige Erkenntnisse verallgemeinern: erfolgreiche Firmen nutzen mehrere Instrumente – z.B. Verhaltenskodizes, interne und externe Audits und Schulungsmaßnahmen – um deren Vorteile zu kombinieren. Standards sollten vereinheitlicht und messbar sein, da sie sonst unterschiedlich interpretiert werden können. Industrieweit anerkannte Instrumente reduzieren den entstehenden Aufwand für Lieferanten.

Der Übergang zu einer nachhaltigeren Produktionsweise ist ein langfristiger Prozess und eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten, die die gesetzten Anforderungen zunächst nicht erreichen, kann dabei helfen, die Ursachen dessen zu beheben und langfristige Lieferbeziehungen zu sichern. Die Kenntnis lokaler Produktionsbedingungen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Erfolgreiche Unternehmen integrieren Nachhaltigkeitsaspekte in alle Aktivitäten der Firma, wie z.B. im eigenen Kaufverhalten oder bei Forschung und Entwicklung und siedeln die Verantwortung dafür in den obersten Leitungsebenen an.

Die Verwirklichung von Vorteilen durch ein nachhaltiges Wertschöpfungskettenmanagement ist mit vielen offenen Fragen bzgl. der eigenen Firma und ihren Produkten und Dienstleistungen verbunden: Sind Konsument(inn)en bereit höhere Preise für Güter höherer Qualität zu zahlen? Widersprechen einige Firmenhandlungen dem allgemeinen Ziel nachhaltiger zu werden? Wie können zuverlässige Lieferanten identifiziert werden, die bestimmte Sozial- und Umweltstandards umsetzen?

pdf Download "Sustainable Supply Chain: Instrumente-Studien-Initiativen" (2006) 72.86 Kb

 
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