Online-Workshop am 27.10.2026 von 13:30-14:30 im Rahmen der Circular Week: https://www.circularweek.com/onlineconference
Sensoren und Künstliche Intelligenz spielen derzeit eine große Rolle. Sie machen das Leben angenehmer, sicherer und einfacher. Die Welt wird immer virtueller. Auf der anderen Seite: Menschsein heißt mit dem eigenen Körper und seinen Sinnen verbunden zu sein. In diesem Workshop geht es um Sinneswahrnehmungen und Zirkularität.
Zirkuläre Produkte zeichnen sich nicht nur durch die verwendeten Materialien aus, sondern auch durch die sensorischen Erfahrungen, die sie ermöglichen. Kaffee im Papp- oder Plastikbecher schmeckt anders als Kaffee aus einer Porzellantasse. Auch sind Haptik und Temperatur von Becher und Kaffee anders. Und der Duft?
Konsument:innen sind es gewohnt, Produkte mit unterschiedlichen Sinnen wahrzunehmen, insbesondere Lebensmittel und Naturprodukte wie Holz. Aber was ist mit industriellen Produkten? Welche Sinne kommen zum Tragen, wenn Produkte entworfen, entwickelt, hergestellt, verwendet und möglicherweise dem Kreislauf wieder zugeführt werden?
In welcher Verbindung stehen Produktmanager:innen von Porzellantassen und Herstellende von Plastikbechern mit dem Material ihrer Produkte, wie nehmen sie das Material wahr? Entwickeln sie eine sensorische Beziehung mit Materialien, ähnlich wie sie eine Beziehung mit Arbeitskolleg:innen, Lieferant:innen und Kund:innen entwickeln?
Ein umfassendes Konzept von Zirkularität könnte physische Sinneswahrnehmungen und vielleicht sogar so etwas wie Berührung und Beziehung zwischen Menschen und Materialien einbeziehen. Und mit der Vielfalt sinnlicher Zugänge lassen sich möglicherweise neue Zirkularitätsansätze entdecken: und damit neue Möglichkeiten, um zirkuläre Produkte nicht nur nachhaltiger, sondern besser verbunden mit menschlichen Körpern und Sinnen und somit angenehmer zu machen.
Seminar-Schritte: